Dienstplanung, Flexibilität und Ausfallzeitenmanagement im Pflegedienst
Datum und Uhrzeit
15.04.2026
09:30 Uhr – 16:00 Uhr
Preis pro Seminar
650,00 €zzgl. MwSt.
Dauer
1 Tag
Trainer/-in
Julia Marie Herrmann, Martin Kuhl
Teilnehmer
Max. 25
Fragen?
Inhalt
Der pflegerische Personaleinsatz ist häufig in tradierten Strukturen verhaftet – beginnend bei Monatsdienstplänen auf Basis von Monatssollarbeitszeiten, über lang genutzte, aber nicht mehr dem Bedarf entsprechende Dienstzeiten bis hin zum improvisierten Umgang mit Personalausfällen oder erhöhtem Arbeitszeitbedarf.
In diesem Seminar lernen Sie, was zeitgemäßen pflegerischen Personaleinsatz ausmacht – von verbindlichen und realistischen Soll-Besetzungen über längerlaufende (Rahmen-)Dienstpläne bis hin zu funktionierenden „Flexi-Spielregeln“ – auch und gerade für die Kompensation von kurzfristigen Ausfällen. Über praktische Erfahrungen mit Grunddienstplänen und Instrumente eines systematischen Ausfallzeitenmanagements berichtet unser Gastreferent, Martin Kuhl.
Bringen Sie bitte für die Grunddienstplankonstruktion mittels Tools Ihren Laptop mit.
Ablauf
09:30–09:45 Begrüßung, Vorstellung der Teilnehmer, Abfrage speziell interessierender Themen
09:45–10:15 Strategische Herausforderungen beim Personaleinsatz in der Pflege (Julia Herrmann)
- Sollarbeitszeit oder Soll-Besetzung?
- Monatsdienstplanung oder durchlaufende Pläne?
- Improvisation mit Holen aus dem Frei versus systematisches Ausfallzeitenmanagement
10:15–11:00 Rechtliche Rahmenbedingungen für den Personaleinsatz in der Pflege (Julia Herrmann)
- Typische arbeitszeitrechtliche Problemstellungen
- Pausenvertretung nachts
- Ruhezeitverstöße bei kurzen Wechseln
- Direktionsrecht des Arbeitgebers
11:00–11:15 Kaffee/Tee
11:15–12:45 Soll-Besetzung und (Rahmen-)Dienstplanung (Julia Herrmann)
- Ermittlung der Soll-Besetzung mit Hilfe der Arbeitsplatzmethode
- Methodik der Grunddienstplanung
- Grunddienstplankonstruktion Schritt für Schritt (mit praktischer Übung mittels Tools)
12:45–13:30 Gemeinsames Mittagessen
13:30–14:15 Dienstplansteuerung, Berücksichtigung von Flexibilitätsanforderungen im Dienstplan (Julia Herrmann)
- Abwesenheitsplanung
- Flexi-Dienste
- Integration von „Flexi-Spielregeln“ in Dienstpläne
- Umsetzung neuer Ansätze in die Praxis
- Beispiele für betriebliche Regeln (im Rahmen von Betriebs- und Dienstvereinbarungen)
14:15–14:45 Systematisches Ausfallzeitenmanagement (Julia Herrmann)
- Instrumente zur Bewältigung von Belegungs- und Besetzungsschwankungen (Stand-By, Joker-Dienste, Pool)
- Ermittlung des Vertretungsbedarfs
- Einbau der Vertretungsinstrumente in (Grund-)Dienstpläne
- Zentrale Personaleinsatzdisposition
14:45–15:00 Kaffee/Tee
15:00–16:00 Praxis-Bericht: Bedarfsgerechte Gestaltung und Steuerung der Dienstplanung im Pflegedienst (Martin Kuhl, Bonifatius Hospital Lingen gGmbH)
- Projektumsetzung: Maßnahmen zur Einführung von Basisdienstplänen sowie eines Ausfallkonzeptes
- Überwindung von „Stolpersteinen“ bei der Einführung von Basisdienstplänen – Umgang mit Dauernachtwachen und von Teilzeitbeschäftigten mit geringem Beschäftigungsumpfang
- Information von Leitungen und Mitarbeiter – Wie bekomme ich alle Beteiligten in ein Boot
Zielgruppe
Personalleiter/-referenten/-controller; Betriebs-/Personalräte/Mitarbeitervertreter; Arbeitszeitmanager; Pflegedirektoren/-dienstleiter; Stationsleitungen; Arbeitszeit-Disponenten/Dienstplanverantwortliche/Personaleinsatzplaner; Einrichtungs-/Wohngruppenleiter; Pflegecontroller
Ab dem zweiten Teilnehmer aus demselben Betrieb reduziert sich die Teilnahmegebühr um 25%. Diese wird im Zuge der Rechnungsstellung nach Prüfung der Mehrfachanmeldung berücksichtigt.